Crazy Cycler On Tour

Cycling 7000km for 35'000 Patients

Author: crazycycler (page 1 of 13)

Mit dem Bus nach Trichy

Nach einem Keks- und Snacks-Frühstück standen wir mit gepackten Taschen pünktlich bereit um abgeholt zu werden. Doch auch wir waren uns nicht sicher, wie das heute genau funktionieren sollte. Wir wussten nur, dass wir noch bei der Schule vorbei gehen sollten und das wir danach zum Busbahnhof gebracht werden. Doch gehen wir bereits mit dem Gepäck zur Schule? Nehmen wir den Scooter und holen danach unser Gepäck? Irgendwie war alles typisch Indisch unklar. Und so machten wir uns 20 Minuten nach der vereinbarten Zeit mit den Scooter auf den weg zur Schule. Vielleicht warten sie dort ja bereits auf uns?

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Children’s Village

Dieser Blog fällt mir besonders schwer, deshalb habe ich ihn auch bis zum Schluss unseres Aufenthaltes in Tiruvannamalai aufgespart. Seit dem 28 Februar ist das Kinderheim geschlossen!

Ich sass gerade an der Arbeit, als ich diese schreckliche Nachricht erhalten hatte. Sofort liefen mir die Tränen herunter. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie unvorstellbar traurig, schmerzhaft und Herz zerbrechend die Situation im Heim gewesen sein muss. Schuldzuweisung hilft nichts, trotzdem waren die unzähligen Forderungen, die der Staat täglich neu an das Kinderheim stellte irgendwann zu viel für Madhan und sein Team. Für jedes Mädchen wurde eine möglichst gute Anschlusslösung gesucht. Einige von ihnen kamen bei der Verwandtschaft unter, andere Besuchen nun ein College mit Hostel und nochmals einige wurden von den Familien der Lehrpersonen an der AVS aufgenommen. Wo immer möglich werden die Mädchen weiter bei ihrer Ausbildung unterstützt.

Hier einige Worte, welche ich leider nie mehr an diese wunderbaren Menschen richten kann:

« My dearest most Girls from SCV,

Since you were all part of my life’s greatest adventure, my thoughts often return to India. And when ever I am thinking of India, I will also think of stories I experienced together with you. Even before I knew I would never see you all again, those thoughts were filled with emotions, but mostly joy and happiness. Now those memories are even more present, since I know they won’t be nourished again. Sadly, they are joined by an incredibly sadness, an anger and lack of understanding. Why did this all happen? Why did we had to experience such horrible pain?

I know for from the bottom of my heart, that you all had a wonderful time together as a huge family, and that I am blessed to have been your Anna. I will try to wash away the pain and keep you in my heart the way I remember you all, As monkeys and dragons, as tigers and cuddle bears, as happy, cheerful, warm, honest, openminded and unconditionally loving girls. As a family with an incredible amount of energy, creativity and passion. Your enthusiasm was inspiring beyond imagination and your devotion unreached.

Even if I don’t remember all your wonderful and poetic names, rest assured, every single one of you has stolen my heart. I will cherish those unforgettable memories from now on until eternity.

Love,

Matthias»

Aktuell wohnen einige Lehrerinnen im neusten Wohnhaus des ehemaligen Kinderheims und die grosse Spielwiese wird als Baumschule genutzt. So steht das Areal nicht ganz leer und wirkt nicht so trostlos. Trotzdem, die Kinder fehlen unglaublich und ein Besuch oder Volontariat hier wird nie mehr das selbe Erlebnis sein, wie ich es erleben durfte.

Bauen eines Kletterturmes – Ein Erfahrungsbericht

Bereits kurz nach unserer Ankunft, besprachen wir unser Bauvorhaben mit Giri. Anstelle von Eukalyptusbäumen, sollte die Grundkonstruktion aus Stahl entstehen. Giri erklärte uns, dass er einen guten Draht zu einem lokalen Schweisser hat, welcher schon morgen mit der Arbeit beginnen könne. Ich traute der Sache nicht wirklich, da ich die Bezeichnung „morgen“ von Indern sehr gut kenne. Trotzdem wollten Katja und ich nicht von unerwarteter Geschwindigkeit überrascht werden und so bastelten wir am nächsten Tag ein Model des Turmes. Dieses würde uns auch helfen, falls der Schweisser dann trotzdem nicht zu Verfügung stand. Doch ich staunte nicht schlecht, als ich während dem Model bauen gerufen wurde, um passende Stahlrohre auszuwählen und abzumessen. Da ging es ja wirklich zackig. Am Abend wurde uns berichtet, dass morgen Nachmittag die Rohre zusammengeschweisst und der Turm errichtet wird. Nur waren wir auch eingeladen die Mobile Bibliothek zu begleiten. Ich fragte mich: „ist mein Bauplan gut genug? Klappt das ohne mich, so wie ich mir das vorgestellt habe?“

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Ein neues Projekt – Der Park

Wer die Stadt Tiruvannamalai (LINK) auf Google Maps betrachtet, dem stechen zwei Dinge ins Auge, erstens die Grosse Tempelanlage und dass die Stadt zu Fusse eines Berges liegt. Des geschäftige Viertel der Stadt drängt sich dicht an die Mauern des Tempels. Von diesem ausgehend führt eine Strasse rund um den Berg Namens Arunachala. Von dieser Rundstrasse zweigen in alle Himmelsrichtungen die Hauptverkehrsachsen zu den nächsten grossen Städten ab. An diesen Achsen liegen die Wohnquartiere der Stadt. An einer solchen Kreuzung wischen Geschäftsviertel und Wohnquartier lag viele Jahre eine Brache. Durch viel Glück und stundenlanges gutes Zureden, erhielt Madhan das Land um dort einen Park/Spielplatz zu errichten.

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Ausbau der Schule

In den letzten 4 Jahren hat sich an der Schule viel getan. Gebäude wurden aufgestockt und erweitert und sogar ein neuer Komplex errichtet.

In der Regenzeit war das kleine Lehrerzimmer der einzige Zufluchtsort für die Lehrerinnen, um den Unterricht vorzubereiten. Zu Mittag wurde auf dem Büro Gebäude gegessen, doch die temporäre Behausung hielt den starken Monsun-Regengüssen nur kurz stand. Die Kunststoffwände wurden niedergerissen und das Bürogebäude um einen Stock erweitert. So haben die Lehrerinnen nun einen geschützten Rückzugsort und können den Unterricht im trockenen und kühlen vorbereiten.

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