Crazy Cycler On Tour

Cycling 7000km for 35'000 Patients

Tag: Crazy Cycler (page 1 of 8)

Children’s Village

Dieser Blog fällt mir besonders schwer, deshalb habe ich ihn auch bis zum Schluss unseres Aufenthaltes in Tiruvannamalai aufgespart. Seit dem 28 Februar ist das Kinderheim geschlossen!

Ich sass gerade an der Arbeit, als ich diese schreckliche Nachricht erhalten hatte. Sofort liefen mir die Tränen herunter. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie unvorstellbar traurig, schmerzhaft und Herz zerbrechend die Situation im Heim gewesen sein muss. Schuldzuweisung hilft nichts, trotzdem waren die unzähligen Forderungen, die der Staat täglich neu an das Kinderheim stellte irgendwann zu viel für Madhan und sein Team. Für jedes Mädchen wurde eine möglichst gute Anschlusslösung gesucht. Einige von ihnen kamen bei der Verwandtschaft unter, andere Besuchen nun ein College mit Hostel und nochmals einige wurden von den Familien der Lehrpersonen an der AVS aufgenommen. Wo immer möglich werden die Mädchen weiter bei ihrer Ausbildung unterstützt.

Hier einige Worte, welche ich leider nie mehr an diese wunderbaren Menschen richten kann:

« My dearest most Girls from SCV,

Since you were all part of my life’s greatest adventure, my thoughts often return to India. And when ever I am thinking of India, I will also think of stories I experienced together with you. Even before I knew I would never see you all again, those thoughts were filled with emotions, but mostly joy and happiness. Now those memories are even more present, since I know they won’t be nourished again. Sadly, they are joined by an incredibly sadness, an anger and lack of understanding. Why did this all happen? Why did we had to experience such horrible pain?

I know for from the bottom of my heart, that you all had a wonderful time together as a huge family, and that I am blessed to have been your Anna. I will try to wash away the pain and keep you in my heart the way I remember you all, As monkeys and dragons, as tigers and cuddle bears, as happy, cheerful, warm, honest, openminded and unconditionally loving girls. As a family with an incredible amount of energy, creativity and passion. Your enthusiasm was inspiring beyond imagination and your devotion unreached.

Even if I don’t remember all your wonderful and poetic names, rest assured, every single one of you has stolen my heart. I will cherish those unforgettable memories from now on until eternity.

Love,

Matthias»

Aktuell wohnen einige Lehrerinnen im neusten Wohnhaus des ehemaligen Kinderheims und die grosse Spielwiese wird als Baumschule genutzt. So steht das Areal nicht ganz leer und wirkt nicht so trostlos. Trotzdem, die Kinder fehlen unglaublich und ein Besuch oder Volontariat hier wird nie mehr das selbe Erlebnis sein, wie ich es erleben durfte.

Bauen eines Kletterturmes – Ein Erfahrungsbericht

Bereits kurz nach unserer Ankunft, besprachen wir unser Bauvorhaben mit Giri. Anstelle von Eukalyptusbäumen, sollte die Grundkonstruktion aus Stahl entstehen. Giri erklärte uns, dass er einen guten Draht zu einem lokalen Schweisser hat, welcher schon morgen mit der Arbeit beginnen könne. Ich traute der Sache nicht wirklich, da ich die Bezeichnung „morgen“ von Indern sehr gut kenne. Trotzdem wollten Katja und ich nicht von unerwarteter Geschwindigkeit überrascht werden und so bastelten wir am nächsten Tag ein Model des Turmes. Dieses würde uns auch helfen, falls der Schweisser dann trotzdem nicht zu Verfügung stand. Doch ich staunte nicht schlecht, als ich während dem Model bauen gerufen wurde, um passende Stahlrohre auszuwählen und abzumessen. Da ging es ja wirklich zackig. Am Abend wurde uns berichtet, dass morgen Nachmittag die Rohre zusammengeschweisst und der Turm errichtet wird. Nur waren wir auch eingeladen die Mobile Bibliothek zu begleiten. Ich fragte mich: „ist mein Bauplan gut genug? Klappt das ohne mich, so wie ich mir das vorgestellt habe?“

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Ab in den Süden

Es ist schon einige Zeit her, seid ich den Blog zum letzten Mal aktualisiert habe. Doch nun habe ich endlich wieder einen Grund dazu. Morgen Nachmittag fliege ich zurück nach Tiru!

Da ich noch packen sollte, ist dieser Blog-Eintrag wirklich nur als Info und kurzes Update gedacht. Sobald ich in der Wärme angekommen bin, werde ich euch über den aktuellen Stand der Projekte sowie meine Pläne informieren.

Tour de Suisse Teil 3

Um mein Abenteuer auf dem Blog abzurunden, hier noch einige Bilder der Tour. Collage1Collage2Collage3

Die Stimmungen, die Landschaften und das Erlebnis war kurz aber nichts desto trotz wunderbar. Ich freue mich bereits jetzt drauf, diese Tour nächsten Sommer noch einmal zu attackieren und bei hoffentlich besserem Wetter auch zu Ende zu bringen. Mit meiner Ausrüstung und meinem Fahrrad bin ich sehr zu frieden und würde für einen nächsten Versuch nicht wirklich etwas auswechseln. Herzlichen Dank an all die vielen aufmunternden Nachrichten.

Tour de Suisse Teil 2

Die schlechte Nachrichte zu erst: Gestern um 16:45 Uhr musste ich meine Reise abbrechen. Die Abfahrt vom Gotthard nach Airolo war so neblig, verregnet und kalt, dass ich komplett unterkühlt und nass war. Auch mit einer Nacht in einer Jugendherberge wäre es nicht realistisch gewesen heute den Nufenenpass zu überqueren. Wer heute Morgen die Webcam von Andermatt aufrief, der sah eine Winterlandschaft. Die Passhöhe des Nufenen ist fast 1000 Meter höher als Andermatt und Spikes für mein Rad hatte ich nicht dabei.

Nichts desto trotz bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Hier die Statistik meiner Reise:

  • Reisezeit Total: 52h 30min
  • Distanz: 504km
  • Höhenmeter: 5950
  • Zeit im Sattel: 25h 15min
  • Erreichte Kantonshauptorte: Schaffhausen, Frauenfeld, Herisau, St. Gallen, Appenzell, Chur, Glarus, Schwyz, Zug, Luzern, Sarnen, Stans und Altdorf

In einem 3ten und letzten Post werde ich noch einige Fotos der Reise hochladen.

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